Mein Borbeck

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Langsam versinkt die Sonne am trüben Horizont... einsam steht er in der Ödnis, staubig, abgerissen, die Augen im unrasierten Gesicht zusammengekniffen, als suche er das nächste Ziel für die Schrotflinte in seiner Hand... 

Hinter ausgebrannten Autowracks, aufgetürmtem Schutt, verbergen sich verstohlene Gestalten, ängstlich dem Recken entgegenblickend, gierig jedoch auch sein Ziel ins Auge fassend... eine säuberlich aufgebaute Pyramide aus - Klopapier!

Ok, genug der Träumerei - draussen wartet die Realität, die kann halb so schlimm nicht sein... 

Nach Feierabend noch schnell den Einkauf erledigen - in der Regel nichts Besonderes... anders jedoch in diesen Tagen. Kurz in die Borbecker City gefahren, dem grossen, mit unüberschaubarer Warenvielfalt ausgestatteten Lebensmittelmarkt entgegen - schon bei der Auffahrt auf den Parkplatz überkommt mich ein seltsames Gefühl: 
Statt eng aneinandergereihter Autos, umherwirrenden Menschenmengen, eine grosse, fast leere Fläche! 
Kaum ein Fahrzeug, das auf schwer bepackte Leute wartet, um sie mit ihrem frisch erworbenen Vorrat nach Haus zu chauffieren... 

Im Laden dann des Rätsels Lösung: Das Bild des einsamen Rächers inmitten öder Fläche lebt hier wieder auf! 
Leere Regale wohin man schaut, das Ladensortiment der grundlegenden Artikel des täglichen(?) Bedarfs beraubt... hab ich was verpasst? Ist das Ende der Welt bereits angebrochen, und ich habe es verschlafen? Hat ein mächtiger Despot verfügt, dass nichts mehr produziert, nichts mehr verkauft wird, die Versorgung der Menschheit eingestellt wird? 

Nein - Corona lautet das Zauberwort, das aus friedfertigen, relativ vernunftbegabten Menschen panisch an den Untergang glaubende Wilde macht! 
Das zu regelrechten Schlachten um begehrte Pretiosen anstiftet, wie Brot, Milch, Mehl, Nudeln... und nicht zuletzt das unentbehrliche, in Gold nicht aufzuwiegende Klopapier! 

Hallo? Falscher Film? 

Leute - die Welt geht nicht unter, auch Morgen fahren noch Trucker beherzt ihre schwer beladenen LKWs von Laden zu Laden, verräumen fleissige Verkäufer unermüdlich Nachschub in den Regalen und stellen sicher, dass niemand hungern, dursten... oder ohne Klopapier auf dem stillen Örtchen hocken muss! 

Nicht das unerforschte, bedrohlich scheinende Virus ist es, das uns das Leben schwer macht, nicht das unbeholfene, nur schlecht koordinierte Vorgehen unserer "Entscheider" auf politischer Ebene, nicht die zahllosen Fake-Meldungen, die sich in den Onlinemedien, aber auch in Papierform durch die Gesellschaft fressen... 

WIR sind die Ursache allen Übels! WIR filtern aus jeder noch so positiven Meldung das Negativste heraus, konzentrieren es, runden es mit Missmut und phobischen Gedanken ab, malen es schwarz an - und tragen es dann als einzig plausible Tatsache vor uns her! 
Über Corona zu scherzen wäre fehl am Platz, aber die Pandemie ist nicht gleichbedeutend mit dem Ende der Welt, dem Ende der menschlichen Zivilisation! Und schon gar nicht mit dem Ende der Versorgung! 

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Schaltet eure Hysterie doch einfach mal einen Gang runter, haltet euch an Regeln, die man schon zu euren und eurer Vorfahren Kindheit aufgestellt - und befolgt hat... Schränkt allzu innige Kontakte ein, vermeidet es, zur sprichwörtlichen Virenschleuder zu werden, oder selber einer zum Opfer zu fallen! Geht etwas besonnener mit euren Mitmenschen um! Verbarrikadiert euch nicht zähnefletschend hinter euren gehamsterten Vorräten, missgünstig auf den starrend, dem ihr die letzten Sachen vor der Nase weggekauft habt! 

Geht an die frische Luft, tankt Sonne, Energie und Frühlingslaune!

Und verdammt nochmal, lasst etwas Toilettenpapier übrig für diejenigen, die es bitter benötigen!!! 

bekannte zitate

Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.
Dalai Lama